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Skill-based-Matchmaking verhindert perfekten Launch von Call of Duty: Modern Warfare 4

Die Diskussion um das Matchmaking-System überschattet die positiven Aspekte des neuen Teils und spaltet die Community seit Jahren.

Lena Wagner
ESPORTS-REDAKTEURIN · 27.10.2026
Skill-based-Matchmaking verhindert perfekten Launch von Call of Duty: Modern Warfare 4

Das neue Call of Duty: Modern Warfare 4 wird von der anhaltenden Debatte um das Skill-based-Matchmaking überschattet, die einen perfekten Launch des Spiels verhindert.

Das Spiel selbst biete solides Gameplay, gutes Gunplay und eine ausgewogene Time-to-kill, heißt es.

Der Online-Diskurs der Community sei jedoch von Frustration und Negativität geprägt.

„Alle positiven, wirklich gut gelungenen Seiten von MW4 sind aber plötzlich nur noch die Hälfte wert, wenn der Online-Diskurs der Community von Frustration und Negativität geprägt ist“, heißt es in einer Analyse.

Das sogenannte SBMM wählt Gegner und Mitspieler anhand der eigenen Skill-Leistung aus und wurde mit Call of Duty: Modern Warfare (2019) drastisch verschärft.

Seit sieben Jahren trage Call of Duty diesen „Fehler“ mit sich, der die Community dauerhaft gespalten habe.

Jede Entscheidung bezüglich des Matchmakings führe zu heftigen Diskussionen.

Die Einführung separater Playlists mit und ohne SBMM würde das Problem nicht lösen, da Befürworter weiterhin die geschützten Modi spielen würden.

In den offenen Lobbys ohne SBMM würden dann wiederum nur Top-Spieler aufeinandertreffen.

Kritiker des Systems argumentieren, sie wollten keine Noobs plattmachen, sondern einfach entspannte, gemischte Lobbys haben.

In einer solchen gemischten Lobby könne es aber immer einen Spieler geben, der absolut keine Chance habe.

Ein solcher Spieler werde SBMM immer befürworten, vor allem weil er das System inzwischen kenne und wisse, wie sich das Spiel mit diesem Schutzmantel anfühle.

„Wenn ein schlechterer Spieler die Wahl hat, wird er wahrscheinlich nie eine offene Playlist ohne SBMM spielen“, heißt es.

Der CoD-YouTuber TheXclusiveAce griff das Thema in Bezug auf den gescheiterten Shooter XDefiant auf, der kein SBMM hatte.

Auf die Frage, wie er so leichte Gegner bekomme, antwortete er: „Wenn ihr in einem Spiel ohne SBMM buchstäblich nie einen leichten Gegner findet, ist das ein Zeichen, dass ihr jede Menge Raum für Verbesserungen habt.“

Das SBMM erzeuge die Illusion, man sei selbst viel besser, als man wirklich ist.

Wenn diese Illusion zerplatze, seien die Spieler frustriert, meckerten in den Kommentaren auf YouTube und Reddit und seien in ihrem Gamer-Stolz gekränkt.

Spieler, die das System jetzt scharf kritisieren, würden plötzlich zu Befürwortern werden, wenn sie die Erfahrung ohne SBMM machen müssten.

Activision stehe daher vor einer schwierigen Entscheidung, ob es das SBMM jemals abschaffen solle.

Es bestehe das Risiko, dass bei vielen Spielern die Illusion zerstört werde und sie weniger Spaß an CoD hätten als jemals zuvor.

Die Situation sei kaum noch lösbar, da immer ein Teil der Community frustriert wäre, egal für welche Variante sich Activision entscheide.

Modern Warfare 4 mache wahrscheinlich Spielern großen Spaß, die eher durchschnittlich sind oder am unteren Ende der Skill-Nahrungskette stehen.

Top-Spieler meckerten gerade viel, während Casual-Gamer vom besten Call of Duty seit 2019 sprächen.

Es hätte ein wirklich starker Release sein können, wenn das SBMM nicht wieder für negative Stimmung sorgen würde.

Redington Cybersport berichtete bereits im Oktober, dass der Launch die Community spaltet, wobei SBMM, Maps und Spawns kritisiert wurden.

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