VALORANT führt neuen Modus Gauntlet: Glitched und Sturmgewehr Warden ein
Der experimentelle Modus wirft die Regeln über Bord und lässt Spieler mit Agenten-Fähigkeiten experimentieren.

VALORANT hat mit dem Modus "Gauntlet: Glitched" und dem neuen Sturmgewehr Warden zwei große Neuerungen in das Spiel gebracht.
Der Modus lässt zwei Duos gegeneinander antreten und konfrontiert sie mit absichtlichen Bugs, während die Warden das Arsenal um ein Sturmgewehr erweitert, das 2.900 Credits kostet, langsamer schießt und ein Visier mit zweifacher Vergrößerung bietet.
"Wir wollten einfach mal mit der Sandbox von Valorant experimentieren", sagte Armand Asdourian, der Product Manager von VALORANT, in einem Interview.
"Das Ganze sollte sich einerseits klar nach Valorant anfühlen, andererseits aber auch komplett vom Hauptspiel unterscheiden."
Gauntlet: Glitched nimmt die bekannten Agent-Fähigkeiten, wirft die üblichen Regeln über Bord und lässt die Spieler spontan völlig neue Dinge erschaffen.
Der Gameplay-Loop ist dabei stark von Roguelikes inspiriert: Ihr draftet, kämpft, draftet erneut und entdeckt im Verlauf des Matches, wie sich euer Build nach und nach entwickelt.
Asdourian beschrieb die möglichen Kombinationen als "komplett absurd".
"Manchmal endet man mit mehreren Yoru-Klonen oder bastelt sich Builds, die fast nur aus Mobility, Traps oder Utility bestehen", sagte er.
"Wir wollen genau diese Momente erschaffen, in denen man denkt: 'Moment, das geht?!' oder 'Wow, was für eine interessante Strat'. Wir haben beim Testen definitiv gut gelacht."
Das Balancing für den Modus sei eine spaßige Design-Herausforderung, weil das Team hier viel mehr Spielraum habe als im Standard-Valorant.
"Bei Gauntlet: Glitched macht es aber gerade den Reiz aus, eine Fähigkeitskombination zu entdecken, die sich unfassbar mächtig anfühlt", erklärte Asdourian.
Die Kunst sei nun, das Ganze auch für das gegnerische Team spaßig zu gestalten, wobei eine starke Kombo dem Gegner immer noch die Chance auf eine Reaktion lassen müsse.
Der Modus richtet sich laut Asdourian an Spieler, die das Gunplay und die Fähigkeiten von Valorant mögen, aber nach frischen Wegen suchen, diese zu erleben.
"Das können Leute sein, die mit einem Freund mal eine Pause vom Competitive brauchen. Oder Rückkehrer, die Lust auf etwas Neues haben. Genauso aber auch alle, die einfach gerne mit verschiedenen Fähigkeiten-Kombos experimentieren", sagte er.
Der Modus schließe eine Lücke, da man weiterhin kompetitiv spielen und seinen Skill zeigen könne, dabei aber viel mehr Raum zum Entdecken und deutlich weniger Druck beim Match-Ergebnis habe.
Zur neuen Waffe, der Warden, sagte Asdourian, das Ziel sei absolut nicht, dass sie die Phantom oder die Vandal ersetze.
"Sie ist um eine ganz andere Stärke herum gebaut: Kämpfe auf größere Distanzen und ein deutlich stärkeres ADS-Erlebnis", so der Product Manager.
Wenn sich Spieler zwischen den drei Waffen entscheiden, solle das letztlich einfach auf ihren Spielstil ankommen und darauf, welche Art von Duellen sie voraussichtlich bestreiten würden.
Einige Spieler würden sicher von der Phantom oder Vandal zur Warden wechseln, vor allem Leute, die gerne lange Winkel halten oder das ADS viel nutzen.
"Wir gehen aber nicht davon aus, dass das jetzt alle machen", sagte Asdourian.
"Wir wollen mit der Warden einfach eine weitere ernstzunehmende Option für 2.900 Credits bieten und nicht das neue, ultimative Standard-Gewehr etablieren."
Die Stats der Warden sollen ihr eine klare Identität auf Distanz verleihen, ohne sie direkt zu einem Upgrade gegenüber der Phantom oder Vandal zu machen.
Sie teile ordentlich aus und belohne Präzision, besonders im ADS, während das kleinere Magazin und das Schussprofil für spürbare Kompromisse sorgen.



