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Virtuelle Bundesliga verliert für Fans an Reiz durch Wechsel zu Ultimate Team

Ein langjähriger Fan kritisiert, dass der offene Weg zur Deutschen Einzelmeisterschaft nun im Ultimate-Team-Modus stattfindet.

Lena Wagner
ESPORTS-REDAKTEURIN · 07.10.2026
Virtuelle Bundesliga verliert für Fans an Reiz durch Wechsel zu Ultimate Team

Die Verlagerung des offenen Wegs zur Deutschen Einzelmeisterschaft der Virtuellen Bundesliga in den Ultimate-Team-Modus von EA SPORTS FC stößt bei einem langjährigen Fan auf deutliche Kritik.

Für ihn verschwinde damit eine der besten Ideen, die EA mit Blick auf den eSport je hatte, schreibt er in einem Kommentar.

Die VBL sei für ihn immer etwas Besonderes gewesen, weil im Grunde jeder die gleiche Chance hatte, bis in das Finale der Deutschen Meisterschaft zu kommen.

„Man musste sich kein möglichst starkes Ultimate Team bauen, denn die Mannschaften wurden in ihren Werten angeglichen“, sagte er.

Es sei also weniger um das Team oder Metas gegangen, sondern um eigenes Können, Taktik und Spielstil, der echte Gedanke von eSport.

Das Gefühl, seinen Lieblingsverein zu vertreten, sei ein zentraler Reiz gewesen, ähnlich dem, im Urlaub ein Vereinstrikot zu tragen.

Den Wechsel zum Ultimate-Team-Modus sieht der Fan als Ende dieses fairen Wettbewerbsgedankens.

„Ich mag das Spielprinzip von Ultimate Team eigentlich ganz gern“, räumte er ein.

Die Idee, sein eigenes Team zu bauen und zu optimieren, sei eine feine Sache.

„Für mich ist Ultimate Team aber das absolute Gegenteil eines fairen Wettbewerbs“, sagte er.

Dort gehe es oft darum, wer die besten Spieler habe, nicht wer am besten spiele, was durch Zeit- oder Geldaufwand beeinflusst werde.

Bisher sind die konkreten Vorgaben für den neuen VBL-Modus in Ultimate Team nicht bekannt.

Bekannt ist lediglich, dass das Team aus Spielern der Bundesliga und 2. Bundesliga bestehen muss.

Der Fan findet es persönlich jedoch cooler, einen Lieblingsverein zu begleiten, als sich ein buntes Potpourri der besten Bundesliga-Spieler zusammenzubauen.

Bereits in der vergangenen Saison wurde die VBL Klub Championship, der Wettbewerb für die eSport-Teams der Profiklubs, in Ultimate Team gespielt.

Dort mussten die Spieler ihr Team aus Spielern der Bundesliga und 2. Bundesliga zusammenstellen, wobei jeder Verein zwei Profis aus dem echten Kader mit einer GES von 99 erhielt.

Nun fällt auch die Trennung zum offenen Wettbewerb weg, was den Fan als seinen letzten Hoffnungsschimmer eines fairen Wettbewerbs ausgeknipst sieht.

Aus wirtschaftlicher Sicht könne er Electronic Arts verstehen und sei sicher, dass der Modus von mehr Spielern gespielt wird, wenn er prominent im UT-Menü auftaucht.

EA selbst spricht davon, den Wettbewerb der Community zugänglicher machen zu wollen.

Der Fan hält dies jedoch für Marketing-Geschwafel.

Für ihn sollte die Virtuelle Bundesliga für sich stehen und nicht nur ein Beiwerk von Ultimate Team sein.

„Wenn wir hier in Deutschland schon einen exklusiven Modus haben, dann sollte er auch exklusiv behandelt werden“, sagte er.

Das mag vielleicht altmodisch klingen, aber wenn er an eine Virtuelle Bundesliga denke, dann denke er an 36 Mannschaften, die in einem fairen Wettbewerb gegeneinander antreten.

Redington Cybersport berichtete Anfang Oktober über den Wechsel des offenen Wettbewerbs in den Ultimate-Team-Modus.

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