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EA FC

Virtuelle Bundesliga wechselt offenen Wettbewerb zu Ultimate Team

Der offene Weg zur Deutschen Einzelmeisterschaft wird künftig im Ultimate-Team-Modus von EA SPORTS FC ausgetragen.

Lena Wagner
ESPORTS-REDAKTEURIN · 06.10.2026
Virtuelle Bundesliga wechselt offenen Wettbewerb zu Ultimate Team

Die Virtuelle Bundesliga (VBL) verlagert den offenen Qualifikationsweg zur Deutschen Einzelmeisterschaft ab der kommenden Saison vollständig in den Ultimate-Team-Modus von EA SPORTS FC.

Bisher konnte in diesem Wettbewerb mit angeglichenen Werten für einen ausgewählten Bundesliga- oder Zweitligaverein gespielt werden.

Für den neuen Modus ist bisher nur bekannt, dass das Team aus Spielern der Bundesliga und 2. Bundesliga bestehen muss.

„Damit wird mein letzter Hoffnungsschimmer eines fairen Wettbewerbs ausgeknipst“, kommentierte ein langjähriger Fan den Wechsel.

Electronic Arts begründet die Änderung damit, den Wettbewerb für die Community zugänglicher machen zu wollen.

„Am Ende wird das aber wohl nur Marketing-Geschwafel sein“, sagte der Fan zu dieser Begründung.

Ultimate Team ist in der VBL nicht neu, da die Klub Championship für die eSport-Teams der Profiklubs bereits in der vergangenen Saison in diesem Modus gespielt wurde.

In diesem Wettbewerb mussten die Spieler bereits ihr Team aus Spielern der beiden deutschen Profiligen zusammenstellen.

Zusätzlich gab es für jeden Verein zwei Profis aus dem echten Kader mit einer Gesamtwertung (GES) von 99.

Der offene Weg zur Einzelmeisterschaft war für viele Spieler der letzte große Wettbewerb, der nicht auf dem Team-Building von Ultimate Team basierte.

„Die VBL war für mich immer etwas Besonderes“, sagte der Fan. „Im Grunde hatte jeder die gleiche Chance, bis in das Finale der Deutschen Meisterschaft zu kommen.“

Er erklärte, dass es dabei nicht so sehr um das Team oder Metas ging, „sondern um das eigene Können, Taktik und Spielstil, der echte Gedanke von eSport also.“

Er kritisierte, dass in Ultimate Team oft nicht das reine Spielkönnen, sondern der Aufbau der Mannschaft über Zeit oder Geld entscheide.

„Für mich ist Ultimate Team aber das absolute Gegenteil eines fairen Wettbewerbs“, so seine Einschätzung.

„Immerhin muss man regelmäßig Aufgaben erledigen, Packs ziehen oder Spieler gegen In-Game-Währung kaufen, damit man online mit anderen Spielern mithalten kann.“

Konkrete Regulierungen für den neuen Ultimate-Team-Modus in der VBL, wie mögliche Wertangleichungen, Kartenbeschränkungen oder ob Special-Karten erlaubt sind, sind noch nicht bekannt gegeben worden.

Der Fan bedauerte den Verlust der Vereinsbindung: „Ich fand es persönlich einfach cooler, meinen Lieblingsverein zu begleiten, statt mir ein buntes Potpourri der besten Bundesliga-Spieler zusammenzubauen.“

Er beschrieb das Gefühl, den Klub zu vertreten, als ähnlich dem, „wenn man irgendwo im Urlaub sein Vereins-Trikot trägt, man fühlt sich wie ein Repräsentant.“

Die Änderung bedeutet, dass für Amateur- und Hobbyspieler in der VBL nahezu kein Weg mehr an Ultimate Team vorbeiführt.

„An Ultimate Team ist nahezu kein Vorbeikommen mehr“, sagte der Fan.

Aus wirtschaftlicher Sicht könne er Electronic Arts verstehen, da er sicher sei, „dass der Modus von mehr Spielern gespielt wird, wenn er prominent im UT-Menü auftaucht“.

Sein Wunsch blieb jedoch: „Für mich sollte die Virtuelle Bundesliga für sich stehen.“

„Wenn wir hier in Deutschland schon einen exklusiven Modus haben, dann sollte er auch exklusiv behandelt werden und nicht einfach nur ein Beiwerk von Ultimate Team sein.“

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