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Modern Warfare 4: DMZ-Modus enttäuscht mit zu sicherer Progression

Der überarbeitete DMZ-Modus in Call of Duty: Modern Warfare 4 bietet mehr Abwechslung, fehlt aber an Spannung und Risiko.

Lena Wagner
ESPORTS-REDAKTEURIN · 01.11.2026
Modern Warfare 4: DMZ-Modus enttäuscht mit zu sicherer Progression

Der überarbeitete DMZ-Modus in Call of Duty: Modern Warfare 4 bietet mehr Abwechslung, enttäuscht aber durch eine zu sichere und langsame Progression.

"Beim überarbeiteten DMZ-Modus, der definitiv die größte Neuerung darstellt, wollte der Funke bei mir aber nicht so recht überspringen, und das vor allem, weil mich Activision mit Samthandschuhen anpackt", sagte Chris, ein Spieler mit tausenden Stunden Erfahrung in der Reihe.

Der Modus spielt auf der neuen Map Hajin, einer verregneten Berglandschaft Südkoreas, die auch für Warzone genutzt wird.

Spieler können dort über 30 bis 40 Minuten Crafting-Materialien und Geld sammeln, um Waffen-Upgrades, Inventar-Slots und Equipment freizuschalten.

Der eigene Operator kann durch Erfahrungspunkte aufsteigen und mit speziellen Fähigkeiten verbessert werden, verliert man ihn, muss man ihn zurückkaufen.

Die Forward Operation Base (FOB) dient als Stützpunkt, um den Fortschritt zu verwalten.

Die Motivationsspirale drehe sich vor allem darum, kontinuierlich besseren Loot für effektivere Waffen und stärkere Charakter-Upgrades freizuschalten, so Chris.

Dies geschehe sowohl über Funde in der Umgebung, erledigte Aufgaben und abgeschlossene Herausforderungen.

"Vor allem von Letztgenanntem hat der Modus wirklich, wirklich viel", sagte er.

Je nach Spielweise könne man sich entscheiden, ob man weiter PvE-Aufgaben erledige oder anderen Spielern den DMZ-Alltag versaue.

"Bei mir dreht sich die Motivationsspirale gerade eher langsam, da das Gameplay sehr gleichförmig ausfällt", sagte Chris.

Aufgaben in der Spielwelt liefen nämlich zumeist nach einem repetitiven Schema ab, man gehe zu Punkt A, sammle Gegenstand X ein, gehe damit zu Punkt B, kille Gegner Y, und so weiter.

"Ich habe mir schon früh mehr Nervenkitzel gewünscht", sagte Chris.

Zum einen seien die auf den Maps verstreuten NPCs reines Kanonenfutter und nicht so gefährlich wie beispielsweise die Kreaturen in Hunt: Showdown.

Zum anderen sei die PvP-Komponente aktuell noch eher zweitrangig.

"Zusammenstöße mit anderen Squads verliefen in meinen Partien ziemlich friedlich, wohl auch, da sich gerade alle erstmal ihr Inventar anlegen und sich nur nach und nach den kniffligeren Aufgaben mit wertvollerer Beute widmen", sagte er.

"Ob sich dann ein Überfall lohnt, wage ich aktuell allerdings noch zu bezweifeln", fügte Chris hinzu.

Waffen könne man sich nach Belieben für nicht viel Geld neu zusammenschrauben und Items seien auch schnell gelootet oder gecraftet.

Besonders wertvolle Items lassen sich zudem in dafür "sicheren" Slots im Rucksack platzieren und gehen bei einem Tod nicht direkt verloren.

"Am Ende des Tages ist DMZ damit zwar sehr zugänglich, im Vergleich zu den bereits genannten Genre-Größen wie Tarkov, Hunt: Showdown und ARC Raiders fehlt mir aber auch die Spannung. Ich kann im Grunde kaum etwas wichtiges verlieren", fasste Chris zusammen.

Sein Fazit lautet, dass DMZ in seiner jetzigen Form ein glasklares Upgrade gegenüber dem Original mit deutlich mehr Abwechslung und einer clever gestalteten Map sei.

"Mich persönlich laugt die sehr zähe Progression jedoch ganz schön aus, zumal ich die spielbaren Missionen ziemlich repetitiv finde", sagte er.

Ein übergeordnetes Ziel, etwa ein großes Endboss-Event, wie in der Zombie-DMZ-Mischung MWZ, würde ihm da schon deutlich besser gefallen.

"Sowas bleibt auch einfach länger in Erinnerung als irgendeine Blaupause für eine Knarre, die ich dann eh nicht nutze, oder das x-te Mini-Upgrade", so Chris.

Zudem fehle ihm bei dem eigentlich richtig interessanten PvP-Part die Bedrohlichkeit.

"Der Rückschlag durch das virtuelle Ableben ist aber so gering, dass ich gedankenlos über durch die Gassen von Hajin fetze und ohne Rücksicht auf mögliche Gegenspieler*innen meine Missionen abarbeite", erklärte er.

"Da hätte ich mir einfach mehr Mut von Activision gewünscht, den Mut mich genauso schonungslos zu behandeln, wie die liebgewonnenen Charaktere in der Singleplayer-Kampagne", sagte Chris.

Redington Cybersport berichtete im Oktober, dass die ersten Spieler die Kampagne und DMZ loben, aber SBMM, Maps und Spawns im Multiplayer kritisieren.

QUELLE: GamePro

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