Riot-Chef Merrill: LoL-MMORPG könnte kostenpflichtiges Modell erhalten
Marc Merrill erklärte in einem Podcast, dass Riot Games nicht ausschließlich auf Free-to-Play-Modelle festgelegt sei.

Riot-Games-Mitgründer Marc Merrill hat in einem Podcast erklärt, dass das geplante MMORPG im League-of-Legends-Universum möglicherweise kein Free-to-Play-Spiel wird.
Merrill betonte, dass Riot Games nicht strategisch darauf festgelegt sei, ausschließlich kostenlose Spiele zu entwickeln.
"Wir hatten nie die strategische Notwendigkeit, ausschließlich Free-to-Play-Spiele zu entwickeln", sagte Marc Merrill im Gespräch mit dem YouTube-Kanal Lemonade Stand.
"Wir arbeiten an Projekten, die nicht kostenlos spielbar sind", fügte er hinzu. "Und, wisst ihr, das Geschäftsmodell sollte ja zum Spiel passen."
Ob es sich bei diesen Projekten auch um das angekündigte LoL-MMORPG handelt, ließ er offen.
Der Kontext des Gesprächs, das sich auf das MMO-Genre und das LoL-Projekt fokussierte, lässt jedoch darauf schließen, dass ein Kauf- oder Abonnementmodell für das Spiel möglich ist.
Marc Merrill hat in der Vergangenheit wiederholt die hohe Bedeutung des MMORPG-Projekts für das Studio betont.
Zuletzt verglich er die Arbeit daran mit der Suche nach dem Heiligen Gral.
Konkrete Informationen zum Spiel selbst oder einen Veröffentlichungstermin nannte er in dem fast zweistündigen Podcast nicht.
Neben dem MMORPG wurden im Gespräch auch andere Themen wie das Fighting Game 2XKO und gemachte Fehler bei früheren Projekten angesprochen.
Die Fortschritte bei der Animationsserie Arcane hätten gezeigt, wie gut das Runeterra-Universum bei einem breiten Publikum ankommen kann.
Die lange Entwicklungszeit des MMORPGs sorgt in der Community für gemischte Reaktionen.
Einige Genre-Fans zeigen sich ungeduldig, während andere Riot weiterhin einen Vertrauensvorschuss gewähren.
Eine Umfrage unter Spielern zum bevorzugten Bezahlmodell für MMORPGs ergab, dass fast die Hälfte (48 Prozent) ein Modell mit Abonnement und Kaufpreis wie bei World of Warcraft und Final Fantasy XIV bevorzugt.
36 Prozent wünschten sich ein reines Kaufmodell (Buy-to-Play) wie bei The Elder Scrolls Online oder New World.
Ein moderates Free-to-Play-Modell wie bei Guild Wars 2 landete mit 9 Prozent der Stimmen auf Platz drei.
Aggressivere Free-to-Play-Varianten mit starker Monetarisierung, wie sie bei Lost Ark oder Throne and Liberty zu finden sind, wollten nur 3 Prozent der Befragten.
Die Aussagen von Merrill schüren die Hoffnung auf ein Modell mit Kaufpreis oder Abonnement, das der Mehrheit der Umfrageteilnehmer gefallen würde.
In den Kommentaren zu den Berichten äußerten einige Nutzer Skepsis angesichts der langen Entwicklungszeit ohne konkrete Spielinfos.
Ein Nutzer kommentierte: "Man kann ja viel behaupten, wenn man noch gar kein Spiel hat."



