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Call of Duty: Modern Warfare 4 bekämpft Wallhacks mit neuem Server-Culling-System

Die neue Technik soll die Positionsdaten von Spielern verbergen, wenn sie nicht im Sichtfeld sind, um Wallhacks zu stören.

Lena Wagner
ESPORTS-REDAKTEURIN · 06.10.2026
Call of Duty: Modern Warfare 4 bekämpft Wallhacks mit neuem Server-Culling-System

Activision hat eine neue Anti-Cheat-Methode namens „Server Culling“ für Call of Duty: Modern Warfare 4 vorgestellt, die Wallhacks stören oder gar verhindern soll.

In einem neuen Video erklärten die Entwickler, dass ein Server normalerweise die Position aller Spieler in einem Match an den Spiel-Client der einzelnen Spieler sendet.

Das hat zur Folge, dass der Spiel-Client die Position der Gegner auch dann empfängt, wenn man diese gar nicht sehen kann.

Jene Daten nutzen Wallhacks dann allerdings, um Gegner durch Wände hindurch anzuzeigen.

Das neue System soll Wallhacks beim Abgreifen der Spieler-Positionen hindern, indem es die Positionsdaten bei fehlendem Sichtkontakt zurückhält.

Hierzu wurden den Maps Ebenen hinzugefügt, die dem Server helfen sollen zu entscheiden, wann er Informationen zurückhalten muss, statt sie an den Spiel-Client einer Person zu senden.

„Eine Wand blockiert dann nicht nur eure Sicht, sondern auch die Weitergabe der Positionsdaten“, so die Erklärung im Video.

Für Cheater bedeute das laut Activision: Die Position eines Spielers wird euch erst mitgeteilt, wenn dieser in eurem Sichtfeld auftaucht.

Die Community reagierte mit vielen positiven Kommentaren auf die Ankündigung.

Die Nutzer sehen die neue Methode definitiv als Schritt in die richtige Richtung und freuen sich über die Kommunikation von den Entwicklern mit der Community.

Ein Nutzer schrieb auf X: „Das ist die Art von Entwicklung, die sich eine Vorbestellung verdient und eine neue Chance von einem Veteran. Macht weiter so, das ist die Art von Fortschritt, die wir sehen wollten.“

Die Methode ist in Call of Duty neu, im Gaming generell allerdings nicht.

In anderen Spielen wie Valorant oder Bungies Marathon wird das zumeist „Fog of War“ genannt.

Die Funktionsweise ist dabei dieselbe: Wenn ein Spieler hinter einer Wand ist, wird dessen Position nicht an Gegner gesendet.

Wallhacks sind damit wahrscheinlich nicht komplett Geschichte.

Valorant funktioniert diesbezüglich als Beispiel. In dem Taktik-Shooter von Riot gibt es trotz „Fog of War“ und dem Kernel-Level-Anticheat-System „Vanguard“ Cheater, die Wallhacks nutzen, indem sie die Positionsdaten von Spielern anderweitig abgreifen oder berechnen.

Auch wenn das System die Möglichkeit von Wallhacks in der Vergangenheit nicht vollständig eliminiert hat, so gilt dennoch insbesondere Valorant unter den kompetitiven Shootern als eines der Spiele mit dem geringsten Cheating-Problem.

Es ist also davon auszugehen, dass es auch bei Call of Duty einen positiven Effekt haben wird und die Funktionsweise klassischer Wallhacks einschränken wird.

Wie groß das Cheating-Problem nicht nur bei Call of Duty, sondern im gesamten Gaming ist, zeigte Activision kürzlich in einem ausführlichen Blog-Post.

Darin präsentierten sie die Ergebnisse einer Analyse des Cybersicherheitsunternehmens Intorqa.

Redington Cybersport berichtete im Oktober, dass Infinity Ward Details zur Multiplayer-Philosophie von Modern Warfare 4 enthüllt hatte.

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